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 Umgang mit Depressionen 
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Beitrag Umgang mit Depressionen
Allgemeingültige Tipps zum Umgang mit Depressionen oder
mit einem depressiven Menschen gibt es nicht. Jede Depression,
jeder Mensch mit seinen Möglichkeiten, seelischen Konflikten
und Anlagen ist anders. Deshalb können nachfolgende Hinweise
nur Anregungen sein.


Die Tipps richten sich an Betroffene und ihr Umfeld gleichermaßen.
Ein zentrales Problem ist das Nicht-Wissen und
Nicht-Verstehen seiner eigenen Reaktionen und der
Reaktionen des jeweils anderen. Hilfreich wäre der wertfreie
gegenseitige Austausch von Empfindungen und Erlebnissen,
doch das ist sehr schwer. Mehr Wissen erleichtert den Umgang
miteinander.
Dieser Ratgeber will durch Information dazu beitragen, dass
Menschen mit Depressionen besser verstanden werden und
Unterstützung finden. Betroffene können ihn auch an Angehörige
weitergeben.
Für den Betroffenen und seine Angehörigen ist es am Anfang
meist ein längerer Prozess, bis sie erkennen, dass bestimmte
Verhaltensweisen, Körpersignale und Stimmungen die Symptome
einer Depression sind. Die Wahrnehmung des Betroffenen ist
häufig auch so, dass er sich nicht als krank erlebt, sondern z. B. als
Versager, der selbst schuld an seiner Situation ist. Die Tatsache,
dass Depressionen als psychische Erkrankung in weiten Teilen
der Gesellschaft noch immer verharmlost werden und dass die
wenigsten Menschen Genaueres darüber wissen, erschwert die
Erkennung der Krankheit und verzögert den Therapiebeginn.
Es ist wichtig, dass Patient und Angehörige wissen, dass Depressionen
behandelbar sind. Beratung und Informationen rund um
Depressionen helfen sowohl den Betroffenen als auch ihrem
Umfeld. Informationen über die Erkrankung, über Beratungsstellen
und Selbsthilfegruppen gibt der behandelnde Arzt.



Angehörige (damit sind Verwandte und nahe Freunde gemeint)
sollten sich auf einen depressiven Menschen einlassen und versuchen,
ihn so gut wie möglich zu verstehen und ihm zu helfen.
Dabei dürfen sie aber auch die eigenen persönlichen Grenzen
nicht außer Acht lassen. Eine Depression ist für das ganze Umfeld
eine Belastung, insbesonder für enge Bezugspersonen, die dem Betroffenen helfen möchten. Häufig spüren die Erkrankten dies,
was zu Schuldgefühlen und noch stärkerem sozialem Rückzug
führen kann. Für dieses Dilemma gibt es keine pauschale Lösung,
sondern nur das Bemühen um gegenseitige Achtung.

_________________
Die grösste Ehre, die man einem Menschen entgegen bringen kann, ist die, dass man ihm vertraut.


Donnerstag 1. September 2011, 13:09
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